Silbermünzen

Silber war über Jahrhunderte hinweg das klassische Münzmetall. Von der Antike bis nach dem 2. Weltkrieg waren Umlaufmünzen mit mittleren bis höheren Nennwerten meist Silbermünzen. Mit zunehmend steigendem beziehungsweise schwankendem Silberpreis verschwanden die Silberprägungen. Ab etwa 1970 gab es keine Umlaufsilbermünzen mehr. Heute werden Silbermünzen ausschließlich als Gedenkmünzen oder Sammlermünzen beziehungsweise als Anlagemünzen hergestellt. Insbesondere hat sich Silber als günstige Alternative zu Gold als Edelmetallanlage etabliert.

Silbermünzen

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Nahezu alle Länder geben Silbermünzen als Gedenkmünzen und viele als Anlagemünzen aus. Zu den bekanntesten Anlagemünzen aus Silber zählen der American Eagle, der Wiener Philharmoniker und der Kanadische Maple-Leaf. Diese Münzen werden mit dem immer gleichem Münzmotiv und einem meist einheitlichem Münzgewicht von einer Unze (31.1g) geprägt. Die Münzen sind sehr beliebt und sind weltweit akzeptiert. Neben diesen sehr erfolgreichen Münzen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer erfolgreicher Silberanlagemünzen. Hier die wichtigsten

  • Koala Bär, Australien
  • Lunar, Australien
  • Kookaburra, Australien
  • Krügerrand, Südafrika (1Unze)
  • Britannia, Großbritannien (1 Unze)

Silbermünzen: Silbergehalt entscheidend

Anders als bei Goldmünzen sind bei Münzen aus Silber Legierungen eher selten. Entscheidend über den Wert ist der Silberanteil. Silber-Münzen weisen einen Silbergehalt von mehr als 50 Prozent auf – darunter spricht man von sogenannten Billonmünzen. Silber-Münzen werden meist in der höchstmöglichen Feinheit von 999,9 Silber geprägt.

Die größte und schwerste Anlagesilbermünze ist gleichzeitig natürlich auch die teuerste. Es ist eine Silbermünze der Elfenbeinküste. Sie hat eine Reinheit von 99,9 %, wiegt 54,425 kg (1.750 Unzen) und hat einen Durchmesser von 65 cm. Der Nennwert beträgt 1 Million CFA-Francs. Sie wurde 2016 in Sachsen von der Firma Geiger Edelmetalle geprägt, Auflage 15 Exemplare. Der reine Edelmetallwert beträgt etwa 30.000 €.

Sammlermünzen aus Silber

Übersteigt der Sammlerwert erheblich den reinen Silberwert spricht man von Sammlermünzen. Der numismatische Sammlermarkt wird zum allergrößten Teil von Silbermünzen beherrscht. Hier Exemplare explizit aufzuführen würde ins uferlose führen. Die teuersten Sammler-Silbermünzen sind:

  • Liberty Dollar 1794, USA, 7,85 Mio. US-Dollars (1. Silberdollar der USA, zugleich teuerste Münze der Welt)
  • Dexter Dollar 1804, USA, 4,99 Mio. US-Dollars
  • Half Dime 1792, USA, 1,32 Mio. US-Dollars
  • Dei Gratia Dollar, Kanada, 1 Mio. US-Dollars